High Intensity Interval Training für Ausdauersportler

Triathlon boomt. Um gute Leistungen zu erbringen ist der zeitliche Trainingsaufwand für diesen Sport enorm. García-Pinillos et al. (2017) von der Universität in Granada, Spanien, gingen in ihrer Untersuchung deshalb der Frage nach, ob die Implementierung eines High Intensity Interval Trainings (HIIT) und dadurch Reduktion des Trainingsumfangs für die Sprintdistanz (750 m schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) einen Nutzen hat? 

 

Sie bildeten hierfür zwei Gruppen von männlichen Triathleten mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. Eine Gruppe absolvierte ihr herkömmliches Schwimm-, Rad- und Lauftraining. Die zweite Gruppe behielt ihr typisches Schwimm- und Radtraining bei, ersetzte jedoch das klassische Lauftraining durch ein HIIT mit einem wöchentlich 70% geringerem Umfang (10,1 vs. 33,6 km). Die Sportler trainierten insgesamt drei bis vier Mal pro Woche über einen Zeitraum von fünf Wochen.

 

Interessanterweise stellten die Autoren fest, dass  sich durch diese Trainingsmodifikation nicht nur die Laufleistung (+ 3,93%) verbesserte, sondern auch die Schwimmleistung (+2,90%). Die Radleistung veränderte sich hingegen nicht signifikant (+ 0,47%). Insgesamt ging die Trainingsveränderung mit einer Verbesserung der Gesamtzeit einher.

 

Kommentar: Viel hilft nicht zwingend viel. Diese Studie zeigt erneut, dass es im Ausdauersport nicht ausschließlich auf hohe Trainingsumfänge ankommt. Durch eine geschickte Trainingssteuerung lassen sich in kürzerer Zeit ähnliche, oder sogar bessere Resultate erzielen. Trotzdem sollte das HIIT nicht als Ersatz für andere Trainingsmethoden angesehen werden, sondern viel mehr als sinnvolle Ergänzung.

 

 

García-Pinillos F, Cámara-Pérez JC, Soto-Hermoso VM, Latorre-Román PÁ. A High Intensity Interval Training (HIIT)-Based Running Plan Improves Athletic Performance by Improving Muscle Power. Journal of Strength and Conditioning Research. 2017 Jan;31(1):146–53.